Stozice Stadium, Ljubljana

WM Qualifikation in Ljubljana: Slowenien – Malta im Stožice Stadium

Wenn der Stadionbesuch zur Nebensach wird

Das Stožice Stadium in Ljubljana ist eines dieser Stadien, die man nicht extra wegen einem Fußballspiel besucht. Vielmehr ist es die unglaublich malerische und interessante Hauptstadt Sloweniens, die das Interesse an einer Reise weckt. Als Groundhopper nimmt man ein Spiel dann natürlich nebenbei noch gerne mit – auch wenn die Begegnung in der WM-Qualifikation Slowenien gegen Malta lautet.

Aus München sind es mit dem Bus fünf Stunden Anfahrt. Wir haben uns für den Anbieter Flixbus entschieden und günstige 40€ für Hin- und Rückfahrt bezahlt. Wenn man sich also Samstags früh genug (wir haben die erste Fahrt um 3 Uhr morgens gebucht) auf den Weg macht und Sonntagabend erst wieder zurückfährt, hat man zwei volle Tage um die Stadt zu erkunden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt liegen alle nah beieinander: Die berühmte Drachenbrücke, die Burg mit Aussicht über die Stadt, Tromostovje (Die drei Brücken) und die vielen schönen Gassen mit kleinen Geschäften und Restaurants sind fußläufig in wenigen Minuten zu erlaufen. Das Stadion ist mit dem Taxi (Kosten ca. 5€) in 5-10 Minuten erreichbar.

Ljubljana, Slowenien

Unsere Tipps:

– Frühstück im BIRÓ
– Zum Sonnenuntergang auf den Nebotičnik Skyscraper mit dem besten Ausblick über Ljubljana und auf die Burg

Das unterirdische Stožice Stadium und ein ebenso unterirdisches Spiel

Das Stožice Stadium ist Teil des 2010 fertiggestellten Stožice Center, das neben dem Fußballstadion auch noch eine Eventhalle und weitere Sportanlagen beherbergt. Mit einer Kapazität von 16.038 Plätzen ist es das größte Stadion des Landes. Was das Stadion so besonders macht ist die Architektur. Von Weitem sucht man das Stadion vergeblich, da der eigentliche Teil unter der Oberfläche eingelassen ist und nur die Dachkonstruktion mit den Flutlichtmasten oberirdisch herausragt. Von innen wirkt das Stožice Stadium modern, komfortabel aber auch relativ unspektakulär.

Verabschiedung eines Bekannten aus der Bundesliga

Unsere Plätze befanden sich in der 6. Reihe auf Höhe der Eckfahne sehr nah am Spielfeld. Das Stadion war aufgrund des nicht gerade hochklassigen Gegners leider nicht mal zur Hälfte ausverkauft. Das eigentliche Highlight des Tages fand schon vor dem WM-Qualifikationsspiel statt: Die Verabschiedung des 80-maligen slowenischen Nationalspielers Milivoje Novakovic, den die meisten noch aus seiner Zeit beim 1. FC Köln kennen werden. Er sollte in der zweiten Halbzeit sein letztes Spiel in der Nationalmannschaft sogar noch mit einem Tor krönen.

Stožice Stadium, Ljubljana

Die wichtigsten Momente des Spiels sind schnell zusammengefasst:

– Ein Luftballon im Strafraum von Malta, den der Torwart nach einigen Versuchen gekonnt zum Platzen brachte
– Ein verletzter Spieler, der nicht mal einen Meter entfernt von der Seitenlinie behandelt wurde und trotzdem mit dem Golfcart vom Platz gefahren wurde (nach dieser Szene war die Stimmung im Stadion auf dem Höhepunkt)
– Ein Torschuss von Malta (ja, von Malta!), der den Kasten von Jan Oblak (Atletico Madrid) etwa 20 Meter verfehlte
– Lapidares Anrennen von Slowenien auf das Tor des Außenseiters, welches am Ende dann doch in zwei Toren resultierte und den Sieg einbrachte

Uns wird hauptsächlich Ljubljana, die verborgene Perle Europas mit seinen freundlichen Einwohnern, der gemütlichen Atmosphäre und der außerordentlich guten, lokalen Kulinarik in Erinnerung bleiben. Wir kommen wieder!

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